Limp Bizkit – Still sucks Tour 2023

2023/03/31 – Limp Bizkit live @ Schleyerhalle Stuttgart, Germany.

Immer nachdem Andras in einem Artikel soetwas schreibt wie „Bei Picky ist wohl doch noch nicht alles verloren“ mache ich es mir zur Aufgabe ihm das Gegenteil zu beweisen. Ein Livebericht zu Limp Bizkit ist dafür wohl genau das richtige.


Die Tickets hatte ich nun schon über 2 Jahre im Schrank liegen. Pandemiebedingt wurde mehrmals verschoben, zuletzt dann nochmal wegen Gesundheitlicher Probleme von Fred Durst.
Das meine Begleitung 2h vor Abfahrt abspringt, hielt mich nicht davon ab mich alleine auf den Weg nach Stuttgart zu machen. Man weiß nie ob man nochmal die Chance hat so eine Band live zu sehen. Zum einen werden sie nicht jünger, zum anderen haben sie sich ja schon mal einige Jahre zurückgezogen. Angekommen in der Slayerhalle fing bereits der erste voract Blackgold an, ich schaffte es zum Glück noch in den zweiten Wellenbrecher. Genannte Band spielt eine Mischung aus oldschool Nu-Metal mit eigenem Touch – hat mir sehr gefallen. Anschließend trat Wargasm auf, eine Mischung aus electronic und Metal. Überzeugt haben mich hier vor allem die screams.

Dann war es endlich so weit. DJ Lethal tritt auf die Bühne und eröffnet die show mit seinem Intro, bevor anschließend die Drums zu Show me what you got einsetzen. Die crowd, die im übrigen aus allen Altersklassen bestand, war sofort zu 100% dabei. Wahnsinn. Dieser Bizkit Sound ist live nach über 20 Jahren einfach genauso fett wie auf Platte. Fred Durst ist gesangtechnisch ebenfalls kein Jahr gealtert. Bei Songs des jüngsten Albums flacht die crowd, gerade die älteren Generationen, etwas ab. Als Klassiker wie Rollin, Hot Dog, My Generation, Nookie etc. gespielt werden, gibt es allerdings kein halten. Gänsehaut hatte ich auch, als Heart-Shaped Box und Smells like Teen Spirit zur hälfte gecovered wurden. Ich weiß nicht ob sie dies geprobt und beabsichtigt haben oder ob es einfach aus Wes Borlands Spielerei entstand, allerdings hat die komplette Halle die Songs gesungen. Für jemanden wie mich der nie die Möglichkeit hatte Nirvana live zu sehen, war das durchaus eine schöne Erfahrung.

Ausnahmegitarrist und Künstler Wes Borland trat wie immer in einem Kostüm auf. Er war ganz in schwarz, trug eine silberne Schulterplatte und eine ebenfalls silberne Maske die die hälfte seines Gesichts bedeckte. Der Ersatzbassist trug ein Dienstmädchen-Kostüm. Fred Durst trat nicht wie am Vortag in Farmerlatzhose auf, sondern trug iconic ein Footballtrikot und Snapback.

Fred Durst wirkte das ganze Konzert über sehr Publikumsnah. Zum einen lief er bereits ziemlich am Anfang von der linken Tribüne quer durch die crowd zur rechten Tribüne, zum anderen betonte er sehr oft wie gut es sei wieder live zu spielen und die Fans um sich herum zu haben. Bassist Sam Rivers fiel gesundheitsbedingt leider aus, Fred Durst erwähnte dies vor Re-Arranged, was laut ihm eines der besten Rivers Basslines besitzt. Die ein oder andere Anspielung zu Woodstock ’99 gab es auch, jeder der die Netflixdoku gesehen hat, weiß worum es hier geht 😉

This is not Woodstock ’99, fuck that shit. Let’s have a real party tonight!

– Fred Durst

Zum letzten Track Break Stuff gingen unüblicherweise alle Lichter an, beide Vorbands kamen auf die Bühne, bevor die crowd ein letztes mal richtig ausrastete.

Konzerttechnisch einfach eine 11/10!
Wes Borland verkündete kürzlich in einem Interview, das nach der Tour die Arbeiten an einem neuen Album starten. Dies gilt es anhand der Bandgeschichte wohl mit Vorsicht zu genießen. 😉

Mein Resümee: 11/10 !!!

P.s. Wes Borland verkündete kürzlich in einem Interview, das nach der Tour die Arbeiten an einem neuen Album starten. Dies gilt es anhand der Bandgeschichte wohl mit Vorsicht zu genießen. 😉